BauFaK - Bauingenieur-Fachschaften-Konferenz

Akkreditierung - kurz und knapp

Was bedeutet eigentlich Akkreditierung?

Eine Akkreditierung ist die Anerkennung eures Studienganges. Das Akkreditierungsverfahren dient der Qualitätssicherung, um eine vernünftige Ausbildung zu gewährleisten.

Warum das Ganze?

Seit der Bolognaerklärung von 1999 werden in Deutschland gestufte Studiengänge (Bachelor / Master) eingeführt. Damit soll eine Vergleichbarkeit der Studienabschlüsse erreicht werden.

Um die Mobilität im europäischen Hochschulraum zu fördern, sollen die Studienprogramme einen modularen Aufbau erhalten. Ermöglicht wird dies durch die Einführung eines Leistungspunktesystems (ECTS = European Credit Transfer and Accumulation System), das den Arbeitsaufwand des Studierenden bewertet.

Zusätzlich zum Zeugnis erhält der Student ein "Diploma Supplement", in dem die tatsächlich abgeschlossenen Module aufgeführt werden.

Wer akkreditiert?

Zur Durchführung einer Akkreditierung gibt es spezielle Agenturen. Diese werden von den Hochschulen beauftragt und bezahlt. Sie unterscheiden sich durch unterschiedlich hohe Qualitätsansprüche, sowohl fachlich als auch in der Durchführung des Verfahrens.

Worauf wird dabei geachtet?

Die Zielsetzung des Studienprogrammes muss praktisch durchführbar sein.
Module sollen in einem Semester abgeschlossen werden können.
Der Arbeitsaufwand des Studierenden entspricht der 40-Stunden-Woche eines Angestellten.
Neben der klassischen schriftlichen Prüfung sollen auch andere Prüfungsformen zum Einsatz kommen.

Durch Evaluationssysteme soll eine laufende Verbesserung der Lehre stattfinden.
Es muss ein vernünftiger übergang vom alten zum neuen System gewährleistet sein.
Die räumliche und materielle Ausstattung (z.B. EDV-Arbeitsplätze und Gruppenarbeitsräume) wird überprüft.

Wie läuft das Akkreditierungsverfahren ab?

Eure Fakultät formuliert einen Akkreditierungsantrag, sucht sich eine Akkreditierungsagentur aus und reicht den Antrag ein. Die Agentur prüft und bearbeitet die Unterlagen und führt bei euch vor Ort eine Begutachtung durch. Dabei werden die Räumlichkeiten untersucht und Gespräche mit den einzelnen Statusgruppen geführt. Anschließend wird ein Gutachten erstellt und die Akkreditierung in der Regel unter Auflagen erteilt. Diese sind innerhalb eines Jahres zu erfüllen.

Inwiefern könnt ihr Einfluss nehmen?

Bei der Konzeption neuer Studiengänge sollten Fachschaften über die einzelnen Gremien möglichst frühzeitig beteiligt werden. Die oben aufgeführten Kriterien sollen euch dabei helfen, "nicht über den Tisch gezogen zu werden".

Auf jeden Fall ist eine aktive Teilnahme an der Begutachtung vor Ort wichtig, damit evtl. Probleme und Schwierigkeiten aus studentischer Sicht berücksichtigt werden können. Derzeit bestehen noch nicht alle Agenturen auf studentische Beteiligung...

Bei der Wahl der Agentur sollten neben den Kosten vor allem die individuellen Ansprüche berücksichtigt werden. Die BauFaK (Baufachschaftenkonferenz) arbeitet mit der ASIIN (Akkreditierungsagentur für Studiengänge des Ingenieurwesens, Informatik und Naturwissenschaften) und dem ASBau (Akkreditierungsverbund für Studiengänge des Bauwesens) zusammen.

Evaluationsverfahren sollten unter Einbeziehung der Fachschaften ablaufen.

Wo bekommt ihr weitere Informationen und Hilfe?

Die BauFaK hat einen Arbeitskreis zum Thema Akkreditierung gegründet. Auf mehreren Konferenzen sind Arbeitshilfen erarbeitet worden, die hier zum Herunterladen bereitstehen.

Bei Fragen stehen euch die Mitglieder des Bau-Akk-Pools zur Verfügung unter akkreditierung@baufak.de.